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Bauarten



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Frontlader
Bei einer Frontlader-Waschmaschine wird die Wäsche durch eine Tür an der Frontseite in die Trommel gegeben. Die Befüllen und Entladen der Maschine erfolgt etwa auf Kniehöhe. Es werden verschiedene Abmessungen und Bauformen angeboten, die den räumlichen Verhältnissen entgegenkommen – für die freie Aufstellung im Raum oder als Einbaumodelle. Mit separaten Wäschetrocknern (Tumbler) lassen sich Frontlader-Geräte platzsparend auch zu einem Wasch-Trocken-Turm kombinieren.
Türanschlag
Frontlader gibt es mit Türanschlägen auf der rechten und auf der linken Seite: Je nachdem, wo die Maschine aufgestellt werden soll, kann es wichtig sein, diesen Punkt zu beachten. Dieses Merkmal wird oft auch als Türbandung bezeichnet.
Toplader
Bei einer Toplader-Waschmaschine wird die Wäsche von oben in die Trommel gegeben. Das hat den Vorteil, dass Toplader-Maschinen auch in einer sehr beengten Umgebung eingesetzt werden können – sie sind schon ab einer Breite von 40 cm erhältlich. Sie sind allerdings etwas teurer als Frontlader-Geräte mit vergleichbarer Ausstattung.
Waschtrockner
Waschmaschinen mit integriertem Trockner sind nur dort empfehlenswert, wo es keine Wäscheleine und keinen Platz für einen separaten Wäschetrockner (Tumbler) gibt. Sie kosten in der Regel mehr als zwei Einzelgeräte und weisen eine kleinere Trommelgrösse auf. Zu beachten ist, dass Waschtrockner oft zwei Trockner-Durchläufe für eine Trommel Wäsche brauchen.
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Ausstattung
Dosierung/Waschmittel
Eine Dosierautomatik sorgt dafür, dass immer die richtige Menge Waschmittel und Weichspüler verwendet wird. Das verhindert Rückstände auf der Wäsche bei Überdosierung und schont die Umwelt. Folgende Arten Waschmittel werden unterschieden:



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Mengenautomatik
Üblicherweise ist die Wassermenge für jedes Waschprogramm festgelegt, unabhängig von der Wäschemenge, die in die Waschtrommel geladen wurde. Maschinen mit Mengenautomatik oder Beladungserkennung verwenden nur so viel Wasser, wie für die jeweilige Wäschemenge notwendig ist. Das Resultat ist eine Entlastung für die Umwelt und Kostenersparnis aufgrund geringerem Wasserverbrauch.
Waschtrommel
Das Fassungsvermögen der Waschmaschine wird in Kilogramm Trockenwäsche angegeben und liegt zwischen 3 und 12 kg. Für Paare und Kleinfamilien ist eine 5-Kilo-Trommel meist ausreichend - für Einpersonen-Haushalte reicht auch eine kleinere. Für grosse Wäschestücke (z.B. Vorhänge, Badetücher und Kuscheldecken) sollte die Waschtrommel mindestens 7 kg Trockenwäsche aufnehmen können. Die Hersteller haben Struktur und Wasserversorgung der Trommel optimiert. Besonders energiesparend sind Maschinen, die Wasch- und Spülwasser von mehreren Seiten gleichzeitig in die Trommel laufen lassen. In dunklen Kellerräumen kann eine Innenbeleuchtung der Trommel sinnvoll sein – diese Ausstattung gibt es aber meist nur in teuren Geräten.
Schleudern
Die Schleuderdrehzahl wird in Umdrehungen pro Minute angegeben und liegt heute etwa zwischen 1000 und 1800. Von der Höhe der Schleuderdrehzahl ist abhängig, wie trocken die Wäsche nach dem Waschen ist. Allerdings lässt sich nicht ohne weiteres von der maximalen Schleuderdrehzahl auf den Trocknungsgrad der Wäsche schliessen, da in Praxis oft mit weniger Umdrehungen geschleudert wird. Die Geschwindigkeit ist in der Regel im gewählten Programm automatisch festgelegt. Ausserdem bedeutet eine hohe Schleuderzahl, dass die Wäsche in der Maschine mehr verknittert. Auch die Geometrie der Wäschetrommel und die Schleuderdauer beeinflussen das Schleuderresultat.
Spülen
Weil Waschmaschinen heute sparsamer mit Wasser umgehen, ist nicht immer gewährleistet, dass auch hundertprozentig klar gespült wird. In Geräten der mittleren und höheren Preisklasse überwachen meist Sensoren die Rückstände im Wasser, und zwar vor oder während des Spülvorgangs. Sollte sich zuviel Schaum bilden, wird die Trommelbewegung automatisch reduziert und ein zusätzlicher Spülgang zugeschaltet. Ist das Wasser immer noch nicht sauber genug, entscheidet die Waschmaschine selbständig über weitere benötigte Spülgänge.
Restzeitanzeige
Eine Waschmaschine braucht für den Waschvorgang je nach Programm von ca. 20 Minuten bis zu mehreren Stunden. Eine Restzeitanzeige informiert darüber, wie lange die Waschmaschine voraussichtlich noch läuft. Die Restlaufzeit kann sich während des Waschvorgangs noch leicht verändern, z.B. bei zusätzlich benötigten Spülgängen. Einige Waschmaschinen kann man so programmieren, dass die Maschine rechtzeitig mit dem Waschvorgang beginnt, um genau zum eingestellten Zeitpunkt fertig zu sein. So kann man zum Beispiel sicherstellen, dass die Waschmaschine genau dann fertig ist, wenn man von der Arbeit zurückkehrt. Einige Geräte verfügen stattdessen oder zusätzlich über eine Startzeitvorwahl.
Unwuchtkontrolle
Eine elektronische Steuerung unterbricht das Schleudern von Maschinen mit Umwuchtkontrolle, wenn sich die Wäsche ungünstig in der Trommel verteilt haben sollte und startet den Schleudervorgang erneut, wenn sich die Wäsche wieder verteilt hat. Viele Maschinen verhindern eine unregelmässige Wäscheverteilung durch sanftes, sich langsam steigerndes Anschleudern. Die Unwuchtkontrolle reduziert den Geräuschpegel der Maschine, schont die mechanischen Bauteile und sorgt für einen sicheren Stand der Waschmaschine.
Auslaufschutz
Im mittleren und höheren Preissegment ist ein Auslaufschutz meist Standard. Sensoren registrieren allfälligen Wasserverlust in der Maschine oder im Schlauch und schliessen automatisch den Wasserkreislauf. Wasserschäden in der Wohnung oder im Keller können so verhindert werden.
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Waschprogramme
Normalprogramme
Meistgenutzte Programme sind die Normalwaschgänge für Kochwäsche, Farbwäsche, Pflegeleicht-Wäsche und Wolle mit jeweils voreingestellten Temperaturen und Schleuderdrehzahlen. Heute kann auf die Wäsche mit 95 Grad meist verzichtet werden. 60 Grad reichen vollkommen aus, um auch schmutzige und verfleckte Wäsche sauber zu bringen. Zudem ist das Energiesparpotential zu berücksichtigen – Waschmaschinen brauchen am meisten Strom zum Aufheizen des Wassers. Auch die Vorwäsche ist heute meist überflüssig. Moderne Maschinen bieten für besonders schmutzige und für anspruchsvolle Textilien effektivere und energiesparende Programme an.
Spar-/Kurzprogramme
Viele Maschinen bieten Kurzprogramme für wenig (Laufzeit 20-30 Minuten) oder Intensivprogramme für normal verschmutzte Wäsche (Laufzeit ca. 1 Stunde) an. Zeit sparen lässt sich auch mit dem Hemdenprogramm, das einige Maschinen programmiert haben. Eine verkürzte Waschzeit und geringe Schleuderdrehzahl stellen sicher, dass sich die Hemden nur minimal Zerknittern und damit schneller gebügelt werden können. Solche Programme werden oft auch Bügelleicht- oder Knitterschutzprogramme genannt.
Feinwäsche-Programme
In der mittleren und oberen Preisklasse verfügen die Waschmaschinen oft über Feinwasch-Programme, die spezifisch auf die unterschiedlichen Gewebe ausgelegt sind. So wird Wolle nur sanft hin und her geschaukelt und gründlich, aber schonend gespült. Seide, Viskose und synthetische Stoffe nehmen mehr Hautfett auf als Wolle – deshalb muss sich die Waschtrommel im Waschgang mehr bewegen. Gegenüber normalen Feinwaschprogrammen sind hier jedoch die Einweichphasen länger und die Schleuderdrehzahl niedriger.
Fleckenprogramme
Stark verschmutzte Wäsche bleibt in einigen Maschinen auf Knopfdruck etwas länger im Hauptwaschgang. Einige teurere Modelle lassen sich individuell auf gewisse Fleckenarten einstellen (z.B. Blut- oder Grasflecken).
Zusatzprogramme
Zusatzprogramme dienen dazu, den Wasch- und Spülprozess weiter zu optimieren. So können etwa Vorwäsche, Einweichen, erhöhter Wasserstand (z.B. für Wolle), weitere Spülgänge, Spülstopp oder eine andere Temperatur zusätzlich zum Hauptprogramm eingestellt werden. Für Allergiker gibt es spezielle Hygiene-Programme mit längeren Waschzeiten und zusätzlichen Spülgängen um Waschmittelrückstände, Tierhaare und Pollen rückstandslos zu entfernen.
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Energieverbrauch


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energieEtikette
Seit dem 1. Januar 2002 sind in der Schweiz der Energieverbrauch und weitere Geräteeigenschaften mit der energieEtikette für verschiedene Haushaltgeräte zu deklarieren. Die rechtliche Basis bildet die Energieverordnung, mit zusätzlicher Bezugnahme auf EU-Richtlinien. Dank der energieEtikette genügt beim Kauf von Haushaltgeräten ein einziger Blick für die Beurteilung des Energieverbrauchs. Dieser ist in Energieeffizienzklassen von A bis G eingeteilt, wobei A (grün) die beste und G (rot) die schlechteste Klasse ist. Ermittelt werden diese Werte im Normalprogramm „Baumwolle 60 Grad“. Die energieEtikette enthält weitere wertvolle Informationen. So ist der genaue Energieverbrauch in kWh angegeben und bei Waschmaschinen ist die Waschwirkung klassiert. Die Details zur energieEtikette für Waschmaschinen entnehmen Sie hier (PDF):
PDF Deutsch
Geräte der Energie-Effizienz-Klassen C bis G benötigen über 40 Prozent mehr Strom als gleichwertige, meist nur wenig teurere Waschmaschinen der A-Klasse.
Wasserverbrauch
Auf der energieEtikette geben die Hersteller den Wasserverbrauch der Geräte in Litern bei einem 60-Grad-Waschgang bei einer bestimmten Beladung an. Um Wasser zu sparen, sollte auf jeden Fall ein Gerät mit Mengenautomatik gekauft werden.
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Pflege und Wartung
Transportsicherung
Vor der ersten Inbetriebnahme der Frontlader-Waschmaschine ist in der Bedienungsanleitung unbedingt darauf zu achten, wie die Transportsicherung zu lösen ist. Diese Sicherung schützt die Waschtrommel auf dem Transportweg vor Schlägen.
Vor dem ersten Waschgang ist diese Sicherung unbedingt zu deaktivieren. Ansonsten kann die Mechanik der Waschmaschine beschädigt werden.
Dauerbelastbarkei
Die Bauteile der Waschmaschinen sind grossen Belastungen ausgesetzt. Ob die Hersteller qualitativ hochwertige Komponenten verbaut haben, zeigt sich meist erst nach einigen Jahren. Für aufwendige Testberichte werden Maschinen im Dauerbetrieb laufen gelassen. Dadurch lässt sich in etwa absehen, wie lange ein Gerät in der Regel bei normaler Verwendung halten wird und welche Geräte qualitativ minderwertig sind. Als Grundregel kann aber davon ausgegangen werden, dass die führenden Markenhersteller bei mittleren und höherpreisigen Geräten eine gute Qualität liefern. Neben der Qualität ist beim Kauf insbesondere – wie im vorangehenden Kapitel erwähnt – auf den Energiebedarf des Gerätes zu achten.
Reinigung
Die Waschmittel- und Weichspüler-Schubladen sowie die Türdichtung sind regelmässig zu reinigen. Flusensieb und/oder Fremdkörperfalle sollten mindestens jedes halbe Jahr überprüft werden. Ein gelegentlicher Waschgang mit 95 Grad spült Ablagerungen in Trommel, Sieben und Schläuchen aus. Die meisten Waschmittel enthalten bereits Wasserenthärter – die zusätzliche Verwendung von Enthärter ist deshalb im Normalfall nicht nötig.
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